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KiK der Chancengeber! Was steckt wirklich dahinter?

Autorin: Carina Guhl

Hallo, mein Name ist Carina, ich bin 24 Jahre alt und habe am 01. August 2019 meine Ausbildung zur Kauffrau im Einzelhandel bei KiK begonnen. Bei mir wurde im Alter von 16 Jahren (im Jahr 2014) Multiple Sklerose diagnostiziert.

 

Was genau ist Multiple Sklerose?

Multiple Sklerose (MS) ist eine chronisch entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Je nachdem, wo die Entzündung im Rückenmark und Gehirn sitzt, treten unterschiedliche Symptome auf. Darunter zählen zum Beispiel Muskelschwäche, Taubheitsgefühle, Sehstörung, Schwindel, Müdigkeit und noch vieles mehr. Bei jedem Betroffenen äußert sich die MS anders – dadurch wird sie auch häufig „die Krankheit der 1000 Gesichter“ genannt.

Meine Geschichte

Wie schon erwähnt, wurde bei mir mit 16 Jahren MS diagnostiziert. Danach ging es bei mir erst einmal gesundheitlich bergab. Ich verlor meine damalige Ausbildung zur Kinderpflegerin und musste viel Zeit im Krankenhaus verbringen. Auch dort hatte es einige Zeit gedauert, bis ich mit den für mich geeigneten Medikamenten eingestellt wurde. Als es mir dann wieder etwas besser ging, hatte ich mich erst einmal dazu entschlossen, meine Mittlere Reife / meinen Realschulabschluss nachzuholen. Nachdem ich diesen erlangt hatte, wollte ich natürlich eine Ausbildung machen – nur wo? Mir war es wichtig eine Ausbildung zu machen, wo ich Kontakt mit Menschen habe. Da mir aber viele geraten hatten, keinen Sozialen Beruf auszuüben, kam mir der Gedanke „Einzelhandel“. Daraufhin hatte ich mich bei verschiedenen Unternehmen beworben und wurde zu einigen Bewerbungsgespräche eingeladen. Doch egal wie positiv die Gespräche anfänglich verliefen, bei der Erwähnung meiner Krankheit MS kippte die Stimmung immer direkt. Abschließend bekam ich dann immer eine schriftlich Absage – natürlich mit den Worten „Wir haben uns für jemand anderen entschieden“.

Meine Chance bei KiK

Als ich schon fast aufgegeben wollte, bekam ich einen Anruf von KiK und wurde ebenfalls zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Diesmal war ich positiv überrascht, denn trotz der Erwähnung meiner Erkrankung, schlug dieses Gespräch nicht, wie gewohnt, um und ich ging mit einem positiven Gefühl nach Hause. Nach nicht einmal einer Woche bekam ich dann den Anruf, dass ich meine Ausbildung bei KiK beginnen kann und drei Tage später unterschrieb ich meinen Ausbildungsvertrag.

Auch im täglichen Umgang bei der Arbeit in der Filiale zeigt das Team der Kollegen und Vorgesetzten mir gegenüber viel Verständnis. Bis heute bin ich sehr dankbar für diese Chance bei KiK.